Agentur für Kunst, Politik und Schabernack

Die Front Deutscher Äpfel ist ein Hybrid von dem sich lernen lässt. Anwendung von Techniken der Kommunikationsguerilla, Straßentheater und Performancekunst, aber auch Jugendbeteiligung und Partizipation, - allesamt Aspekte des Formats ‘Apfelfront’, das seit 2004 in der gesamten Republik umgesetzt wurde. Die folkloristische Oberfläche ist mehr als nur “Kostümfaschismus”. Im Gewand der Satire wird gesellschaftlicher Umgang mit dem Problem der (radikalen) Rechten reflektiert und auch für politisch wenig bis gar nicht interessierte Menschen lesbar. Die Front Deutscher Äpfel ist ein vielschichtiges Beispiel der Selbstermächtigung und eigenhändigen Destruktion überholter Denkmuster und Debattenpositionen.

Eine neue Rechte ist mittlerweile auch in Deutschland wieder parlamentsfähig und vor allem auch eine europäisches Phänomen. Ob Freie Kameradschaften oder “Volksbewegungen” wie PEGIDA, die dankend von Parteien wie der AfD aufgenommen werden: Die Apfelfront ist in der Lage satirische Reaktionen zu bauen und Diskurse am Laufen zu halten.

Dieses Wissen und die Erfahrung aus über zehn Jahren satirisch-politischer und politisch-bildnerischer Arbeit wollen wir teilen. Aus diesem Grund haben wir Front Konsultation gegründet. Es ist eine Agentur, die als Schnittstelle zwischen z.B. den Organisator*innen von Veranstaltungen agiert, und verschiedenen Gruppen, die auf uns vertrauen. Dazu gehört die Front Deutscher Äpfel, aber auch das BRIMBORIA Institut. Beide Gruppen werden von uns betreut und vermittelt.

 

 

 

Front Deutscher Äpfel – Workshops, Aktionen, Performance

Was gibt der deutschen Jugend Kraft? Apfelsaft, Apfelsaft!

Bei unseren Vorträgen und Workshops steht die Weitergabe von Wissen und Erfahrung rund um die Tätigkeit als Apfelfront im Vordergrund. Wir vermitteln wie die Apfelfront funktioniert, vor welchem Hintergrund sie entstanden ist und wo sie aktiv wird bzw. werden kann. Dabei werden historische Aspekte, gesellschaftliche Gegebenheiten und aktuelle Entwicklungen in der rechten Szene benannt und erklärt. Damit wollen wir das Publikum auch befähigen selbst satirisch aktiv zu werden, ob als Apfelfront oder in anderen Formaten.

Die Zielgruppen waren bei unseren bisherigen Workshops breit gefächert. Oft sprechen wir vor Jugendlichen (idealerweise ab 16 Jahren) und jungen Erwachsenen mit unterschiedlichem politischem und gesellschaftlichem Vorwissen. Aber auch an Multiplikator*innen wenden wir uns und geben Inspirationen für politische Arbeit, die abseits der üblichen festen Strukturen für ein Engagement gegen Nationalismen, Ausgrenzungsdenken und anderen Erscheinungsformen rechter Ideologie stattfindet.

Referenzen: Workshops und Referent*innentätigkeiten (Auswahl)

  • Workshops bei „Aktionstage Demokratie stärken“ (Neumünster, 2014)
  • Austauschwoche mit der „Ungarischen Knoblauchfront“ (Budapest, 2013)
  • Workshop im Rahmen von „Rock gegen Rechts“ (Darmstadt, 2011)
  • BDKJ Fachtagung "Erlebniswelt Rechtsextremismus” (Bonn, 2009)
  • Geschichtsforum 09 (Berlin, 2009)
  • Vortrag bei Kongress von Lehrstuhl für politische Bildung (Dresden, 2009)
  • Workshop beim Landes-FKJ Treffen in (Magdeburg, 2008)
  • Workshops auf Berlin05 und Berlin08 – Festival für junge Politik (Berlin, 2005/2008)
  • Workshop an Gesamtschule mit Gesicht zeigen e.V. (Wernigerode, 2008)
  • Workshop für Bund Deutscher Pfadfinder (Heidelberg, 2008)
  • Workshop im Rahmen des ract! Festival (Tübingen, 2006)

Bildgewalt, theatrales Auftreten, starke Symbolik, kreativer Protest - die Apfelfront hat viele Aspekte, an deren Musealisierung wir in Form von Ausstellungsbeteiligungen gerne mitarbeiten. Auf Anfrage schnüren wir Ihnen ein eigens zusammengestelltes Paket an Materialen für Ihre Ausstellung: ob einfach nur Bild- und Videomaterial oder Handfesteres wie Fahnen, Banner, Flyer, Armbinden und seit neuestem sogar ein Buch. Wir haben ein dickes Portfolio!

Referenzen: Austellungsbeteiligungen (Auswahl)

Die FDÄ kommt von der Straße - die Aktionen und Performances machen sie aus. Von Reden auf Demonstrationen, Bespielung einer ganzen Rheinfähre oder der Übernahme des Hedonistischen Weltkongresses bis zum Sturm auf die NPD-Zentrale kann die Apfelfront einige denkwürdige Auftritte vorweisen. Mit performativer Finesse ist die FDÄ in der Lage örtliche Gegebenheiten, vor allem die historische Bedeutung des Ortes, und die Erwartungen der Zuschauenden (und das brechen derselben) für die Performance zu nutzen.

Referenzen: Aktionen und Performances (Auswahl)

  • Performance beim Fusion Festival (Lärz, 2013)
  • Performance beim „Weltkongress Hedonistische Internationale“ (Riebau, 2011)
  • Performance „Eine schöne, neue Brücke für Remagen“, AktionTT (Remagen 2011)
  • Aktion „Sturm auf die NPD-Zentrale“ für „Paul Merton in Europe“ (BBC) (Berlin, 2009)
  • Aktion „Marsch auf Berlin“ im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus (Berlin, 2008)
  • Performance bei „Berlin 05 - Festival für junge Politik“ (Berlin, 2005)

Die Front Deutscher Äpfel war zudem im Jahre 2014 für den CIVIS Online Medienpreis (Im Rahmen des Civis – Europas Medienpreis für Integration) Preis nominiert.

 

 

BRIMBORIA Institut – Kunst, Politik, Subversion      

Das BRIMBORIA Institut ist eine im Jahre 2009 in Leipzig gegründete Vereinigung von kritisch Beobachtenden, die es sich zum Ziel gesetzt haben, das Verhältnis von Kunst und Politik zu untersuchen, zu sammeln und anwendbar zu machen.
Die bisherigen Aktivitäten des Institutes lassen sich als experimentelle Auslotungsprozesse der Wirkung politischer Ausdrucks- und Interventionsformen begreifen. Dabei schreiben, sprechen und praktizieren die Institutsmitglieder in künstlerischer Form zum Zwecke politischer Progression, und visieren damit eine Politisierung der Kunst an. Gleichwohl sind ihnen die Eigenheiten des Diskurses um die Ästhetisierung der Politik und die künstlerischen Avantgarden vertraut.
Ungeachtet der anscheinend unüberwindlichen Schwierigkeiten, die insbesondere die kritische Theorie aufgeschlüsselt hat, was die Möglichkeit anbelangt innerhalb der Totalität der Verhältnisse emanzipatorische Effekte durch politisierte Kunst zu erzielen, lassen sich trotzdem scharfe Waffen der Kritik auffinden. Ganze Bewegungen, wie Dada, die Situationisten oder Punkrock wissen um ihre Unfähigkeit das Bestehende zu stürzen, aber versuchen es trotzdem. In diesem Sinne im Folgenden eine Sammlung der Tätigkeiten des BRIMBORIA Instituts.

  1. BRIMBORIA Kongress – Die subversive Strategie des Fake (Leipzig, 2010)

Der Fake ist parasitär. Er bedient sich gewohnter Muster und Vorstellungen um sie in seinem Sinne zur Täuschung zu verwenden. Verwirrung ist das Mittel des Fake. Eingriffe in die Lebenswelt, Störungen von Automatismen werden möglich und wirklich.

Der BRIMBORIA Kongress hat das Ziel die zeitgenössische Formen des Fake in seinen so verschiedenen Ausprägungen zu absorbieren und gesammelt wieder abzugeben, an jene Menschen, die mithilfe dieses Wissens eigene Projekte aufziehen wollen oder subversive Kunst generell als interessant und inspirierend befinden. Um den Begriff des Fake zu verstehen und nutzbar zu machen, werden Diskussionen und Vorträge, Workshops und Aktionen angeboten. Der Fake setzt Wissen über die Gegebenheiten voraus die er imitieren will. Die theoretisch zu leistende Vorarbeit und die anschliessende Umsetzung lassen sich an vielen guten Fakes verdeutlichen. Dazu sind diverse ReferentenInnen und KünstlerInnen eingeladen, um über Theorie und daraus resultierende Praxis zu sprechen.

http://brimboria.net/projekte/von-uns/brimboria-kongress-2010/

 

 

  1. Ein Abend ohne Christian Worch – Berlin Biennale 7 (Berlin, 2011)

„Ein Abend ohne Christian Worch” ist eine performative Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Nazis in der Öffentlichkeit. Hierzu werden die Gäste am 26. Juni 2012 eingeladen, einer Veranstaltung beizuwohnen, zu welcher der führende Kopf der Freien Kameradschaftsszene, Christian Worch, nicht eingeladen wird. So wird dem Publikum die seltene Gelegenheit geboten, sich nicht mit der Theorie der nationalsozialistischen Ideologie auseinanderzusetzen – denn nur wenn man diese nicht nachvollziehbar macht, kann man sie erfolgreich nicht bekämpfen.“

http://brimboria.net/ein-abend-ohne-christian-worch-bb7/


Bitte beachten Sie auch die Stellungnahmen zur Unterbindung der Veranstaltung:

http://www.berlinbiennale.de/blog/events/ein-abend-ohne-christian-worch-von-brimboria-institut

 

 

  1. URBAN AGORA @ All You Can Paint-Festival (Halle, 2012)

Das Leben in der Großstadt erscheint als eine ungeheure Ansammlung von Individuen, Gebäuden, Infrastruktur – das BRIMBORIA Institut schickt sich an, diese unzähligen Ebenen aufzudröseln und sichtbar zu machen. Live-Interviews mit urbanen Funktionsträgern (u.a. Busfahrer, Stadtführer, Pöbel und Gesocks) werden mit Theorien und Texten zum städtischen Zusammenleben unterfüttert. Nur wer weiß, wie Stadt funktioniert, kann sie auch sinnvoll verändern.

In geräumiger Wohnzimmeratmosphäre werden Texte und Kurzreferate vorgetragen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des “All You Can Paint”-Festivals statt.“

http://brimboria.net/urban-agora/


Beratung und Organisation von:

          DADA Budapest – Democrat Activists for a nice Democratic Attitude (Budapest, 2013)

„Traditionell finden am 15. März politische Demonstrationen und Kundgebungen in Budapest statt. Auf Grund des massiven Schneeeinbruchs in Ungarn sah es bis zum Morgen so aus, als ob an diesem Tag keine Außenveranstaltungen stattfinden würden. Doch: „DADA“ wollte sich dem Wetter nicht beugen. Die ungarisch-deutsche Politkünstlergruppe „Democratic Activists für a nice Democratic Attitude“ ersetzte kurzer Hand gleich mehrere Kundgebungen und Demonstrationen.“

http://hedonist-international.org/arulok/?p=14


Anfragen und Kontakt

Wenn Sie unsere Dienste in Anspruch nehmen wollen, eine Beratung benötigen oder sonstige Anliegen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an folgende Mailadresse:

kontakt@frontbedarf.de

Wir werden Ihre Anfrage in der Regel innerhalb kurzer Zeit beantworten. Postalisch sind wir zu erreichen unter:

Front Konsultation
Hermann-Liebmann-Str. 92
04315 Leipzig

Wegen Ihnen sind wir für uns da!